Allgemeine Geschäftsbedingungen

für die Nutzung der Buchungsplattform EscapeFlow — Stand: Juli 2026

§ 1 Anbieter, Geltungsbereich

(1) Anbieter der Buchungsplattform EscapeFlow ist David Dunkel, Südliche Auffahrtsallee 72, 80639 München, Deutschland (nachfolgend „EscapeFlow", „wir" oder „uns"). Weitere Angaben zum Anbieter finden Sie im Impressum.

(2) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software EscapeFlow, die über die Website escapeflow.de und ihre Subdomains als Software-as-a-Service bereitgestellt wird (nachfolgend der „Dienst"), zwischen EscapeFlow und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Kunde" oder „Sie").

(3) Das Angebot von EscapeFlow richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, insbesondere an Betreiber von Escape Rooms und vergleichbaren Freizeitangeboten. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen. Mit der Registrierung bestätigen Sie, dass Sie in Ausübung Ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Registrieren Sie sich im Namen eines Unternehmens oder einer anderen juristischen Person, sichern Sie zu, zu deren Vertretung befugt zu sein; „Kunde" bezeichnet in diesem Fall dieses Unternehmen.

(4) Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, EscapeFlow stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Leistungsgegenstand

(1) EscapeFlow stellt dem Kunden für die Dauer des Vertrags eine cloudbasierte Buchungs- und Verwaltungssoftware für Escape-Room-Betriebe zur Nutzung über das Internet bereit. Der Funktionsumfang umfasst je nach gewähltem Tarif insbesondere:

  • ein in die Website des Kunden einbettbares Buchungs-Widget, über das Endkunden des Kunden Termine buchen und Gutscheine erwerben können;
  • Kalender- und Terminverwaltung in Echtzeit, einschließlich der Verwaltung mehrerer Standorte, Räume und Verfügbarkeiten;
  • die technische Anbindung von Zahlungsarten für Endkundenzahlungen (Zahlung über den Zahlungsdienstleister Stripe, PayPal sowie Barzahlung vor Ort);
  • Verwaltung und Einlösung von Gutscheinen;
  • den automatisierten Versand von E-Mails an Endkunden im Namen des Kunden (z. B. Buchungsbestätigungen, Terminerinnerungen, Bewertungsanfragen und — soweit vom Kunden aktiviert — Marketing-E-Mails);
  • Auswertungs- und Statistikfunktionen;
  • optionale Integrationen von Drittanbietern (z. B. Google Analytics, Google Ads, Meta Pixel, Plausible, Google Reviews).

(2) Maßgeblich für den geschuldeten Funktionsumfang ist die Leistungsbeschreibung auf der Website (insbesondere die Seiten „Funktionen" und „Preise") in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bzw. Tarifwechsels gültigen Fassung. Eine bestimmte Beschaffenheit oder Eignung für einen über die Leistungsbeschreibung hinausgehenden Zweck schuldet EscapeFlow nicht.

(3) EscapeFlow entwickelt den Dienst laufend weiter und darf Funktionen ändern, ergänzen oder durch gleichwertige Funktionen ersetzen, soweit dadurch die Erreichung des Vertragszwecks nicht wesentlich beeinträchtigt wird und die Änderung dem Kunden unter Berücksichtigung der Interessen von EscapeFlow zumutbar ist. Wesentliche Einschränkungen des Funktionsumfangs kündigt EscapeFlow rechtzeitig vorher in Textform an; § 12 gilt entsprechend.

(4) Übergabepunkt der Leistung ist der Routerausgang des von EscapeFlow genutzten Rechenzentrums. Für die Anbindung des Kunden an das Internet sowie für die von ihm eingesetzte Hard- und Software ist der Kunde selbst verantwortlich. Ein Anspruch auf Überlassung des Quellcodes besteht nicht.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung des Dienstes auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar. Mit dem Absenden des Registrierungsformulars gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss des Nutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn EscapeFlow den Zugang freischaltet oder die Registrierung per E-Mail bestätigt.

(2) Der Kunde sichert zu, dass alle bei der Registrierung und später gemachten Angaben wahrheitsgemäß, aktuell und vollständig sind, und wird sie bei Änderungen unverzüglich aktualisieren. Rechnungen und vertragsbezogene Mitteilungen darf EscapeFlow an die im Konto hinterlegte E-Mail-Adresse übermitteln; der Kunde stellt sicher, dass diese erreichbar ist.

§ 4 Nutzungsrechte, Konten

(1) EscapeFlow räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht ausschließliche, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht ein, den Dienst für eigene geschäftliche Zwecke bestimmungsgemäß zu nutzen. Der Kunde darf über den Dienst ausschließlich eigene Leistungen anbieten und verwalten; das Anbieten, Bewerben oder Vermitteln von Leistungen Dritter über das Konto des Kunden ist nicht gestattet.

(2) Zugangsdaten sind personenbezogen und dürfen nicht von mehreren Personen gemeinsam genutzt werden. Der Kunde kann im Rahmen seines Tarifs zusätzliche Nutzerkonten für Mitarbeiter anlegen; für deren Handlungen und die Einhaltung dieser AGB durch sie ist der Kunde verantwortlich. Der Kunde hat Zugangsdaten geheim zu halten und EscapeFlow unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung seines Kontos bestehen.

(3) Der Kunde ist nicht berechtigt, den Dienst oder Teile davon zu vervielfältigen, zu verändern, zurückzuentwickeln, zu dekompilieren oder Dritten zugänglich zu machen, soweit dies nicht durch zwingende gesetzliche Vorschriften (§§ 69d, 69e UrhG) gestattet ist. Alle Rechte an dem Dienst, seiner Software, seinen Marken und Inhalten verbleiben bei EscapeFlow bzw. seinen Lizenzgebern.

(4) An den vom Kunden in den Dienst eingestellten Inhalten (z. B. Texte, Logos, Bilder, Raum- und Preisangaben) verbleiben alle Rechte beim Kunden. Der Kunde räumt EscapeFlow das Recht ein, diese Inhalte zu speichern, zu vervielfältigen und öffentlich zugänglich zu machen, soweit dies zur Erbringung der vertraglichen Leistungen erforderlich ist.

§ 5 Preise, Abrechnung, Zahlungsverzug

(1) Es gelten die Preise gemäß der Preisübersicht auf der Website (escapeflow.de/pricing) bzw. die dem Kunden im Bestellprozess angezeigten Preise in der zum Zeitpunkt der Tarifbestellung gültigen Fassung. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) EscapeFlow bietet derzeit zwei Abrechnungsmodelle an: (a) einen Tarif ohne monatliche Grundgebühr, bei dem je über den Dienst zustande gekommener Buchung ein Entgelt pro Buchung anfällt („Pay-per-Booking"), sowie (b) Monatstarife mit einer festen monatlichen Grundgebühr, einem inkludierten Buchungskontingent und einem Entgelt je zusätzlicher Buchung, die über das Kontingent hinausgeht. Die jeweils inkludierten Kontingente und Entgelte ergeben sich aus der Preisübersicht bzw. dem Bestellprozess.

(3) Abrechnungszeitraum ist ein Monat. Grundgebühren werden zu Beginn, verbrauchsabhängige Entgelte (Pay-per-Booking und Zusatzbuchungen) am Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums abgerechnet. Maßgeblich für die verbrauchsabhängige Abrechnung ist die Anzahl der im Abrechnungszeitraum über den Dienst erstellten Buchungen, wie sie im Dashboard des Kunden ausgewiesen wird. Die Zahlung erfolgt über den von EscapeFlow eingesetzten Zahlungsdienstleister (derzeit Stripe) mittels der vom Kunden hinterlegten Zahlungsmethode. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt oder per E-Mail übermittelt; der Kunde stimmt der elektronischen Rechnungsstellung zu.

(4) Ein Wechsel des Tarifs ist zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums möglich, soweit im Dienst nichts Abweichendes angeboten wird.

(5) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, gelten die gesetzlichen Regelungen (insbesondere §§ 286, 288 BGB). Schlägt eine Abbuchung fehl und gleicht der Kunde die offene Forderung trotz Mahnung mit angemessener Nachfrist nicht aus, ist EscapeFlow berechtigt, den Zugang zum Dienst bis zum Ausgleich zu sperren; die Zahlungspflicht für bereits angefallene Entgelte bleibt hiervon unberührt. Auf die bevorstehende Sperrung wird EscapeFlow den Kunden per E-Mail hinweisen. Bereits gespeicherte Daten des Kunden werden durch eine Sperrung nicht gelöscht; § 11 bleibt unberührt.

§ 6 Verhältnis zu Endkunden; Zahlungsabwicklung

(1) Verträge über Escape-Room-Erlebnisse, Gutscheine und sonstige Leistungen, die Endkunden über das Buchungs-Widget buchen oder erwerben, kommen ausschließlich zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Endkunden zustande. EscapeFlow wird weder Vertragspartner dieser Verträge noch tritt EscapeFlow als Vermittler, Verkäufer oder Zahlungsdienstleister auf.

(2) Zahlungen der Endkunden werden — je nach den vom Kunden aktivierten Zahlungsarten — über das eigene Konto des Kunden beim jeweiligen Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe, PayPal) oder bar vor Ort abgewickelt. Für das Vertragsverhältnis des Kunden mit diesen Zahlungsdienstleistern gelten deren eigene Bedingungen; EscapeFlow hat auf die dortige Abwicklung, Auszahlung und etwaige Gebühren keinen Einfluss.

(3) Der Kunde ist gegenüber seinen Endkunden allein verantwortlich, insbesondere für: die Erfüllung gebuchter Termine und verkaufter Gutscheine; die Richtigkeit seiner Preis-, Leistungs- und Verfügbarkeitsangaben; seine eigenen AGB, Storno- und Umbuchungsbedingungen sowie seine Datenschutzerklärung, die im Buchungs-Widget verlinkt werden; die Einhaltung der gegenüber Endkunden geltenden gesetzlichen Vorschriften (insbesondere Verbraucherschutz-, Preisangaben-, Fernabsatz- und E-Commerce-Recht sowie steuer- und kassenrechtliche Pflichten); die Zulässigkeit etwaiger Service- oder Zahlungsentgelte, die er Endkunden berechnet; sowie die Abwicklung von Erstattungen, Rückbuchungen und Reklamationen.

(4) Kann der Kunde eine über den Dienst zustande gekommene Buchung nicht erfüllen, wird er die betroffenen Endkunden unverzüglich informieren und ihnen nach seiner Wahl eine Umbuchung oder Erstattung entsprechend seinen Bedingungen und den gesetzlichen Vorgaben anbieten. Der Kunde wird die im Dienst hinterlegten Verfügbarkeiten, Vorlaufzeiten und Einstellungen sorgfältig pflegen und eingehende Buchungen regelmäßig prüfen.

§ 7 Pflichten des Kunden; unzulässige Nutzung

(1) Der Kunde darf den Dienst nur im Rahmen dieser AGB und der geltenden Gesetze nutzen. Es ist ihm insbesondere untersagt:

  • rechtswidrige Inhalte oder Inhalte, die Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte) verletzen, in den Dienst einzustellen oder über ihn zu versenden;
  • die System- oder Netzsicherheit zu beeinträchtigen, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen oder den Dienst mit Schadsoftware zu belasten;
  • den Dienst in einer Weise zu nutzen, die dessen Infrastruktur unverhältnismäßig belastet, etwa durch automatisierte Massenzugriffe außerhalb der von EscapeFlow bereitgestellten oder ausdrücklich gestatteten Schnittstellen;
  • E-Mail-Funktionen des Dienstes für unverlangte Werbung (Spam) oder ohne die erforderlichen Einwilligungen der Empfänger zu nutzen.

(2) Bei schwerwiegenden oder trotz Abmahnung fortgesetzten Verstößen gegen Absatz 1 ist EscapeFlow berechtigt, betroffene Inhalte zu entfernen und den Zugang des Kunden vorübergehend zu sperren. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung nach § 11 Absatz 4 bleibt unberührt. Besteht der Verdacht strafbarer Handlungen, kann EscapeFlow die zuständigen Behörden einschalten.

(3) Nutzt der Kunde Integrationen von Drittanbietern (§ 2 Absatz 1), gelten hierfür zusätzlich die Bedingungen und Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Drittanbieters. Der Kunde entscheidet selbst über die Aktivierung solcher Integrationen und ist für die Zulässigkeit ihres Einsatzes (z. B. Einwilligungen für Tracking-Dienste) verantwortlich. Für Inhalte und Verfügbarkeit der Dienste von Drittanbietern übernimmt EscapeFlow keine Verantwortung.

§ 8 Verfügbarkeit, Wartung, Support

(1) EscapeFlow erbringt den Dienst mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns und bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit. Zeiten, in denen der Dienst wegen geplanter Wartung, wegen Störungen außerhalb des Einflussbereichs von EscapeFlow (z. B. höhere Gewalt, Ausfall von Telekommunikationsnetzen oder von Leistungen Dritter) oder wegen notwendiger Sicherheitsmaßnahmen nicht erreichbar ist, gelten nicht als Verfügbarkeitsausfall. Geplante Wartungsarbeiten führt EscapeFlow nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durch und kündigt längere Unterbrechungen rechtzeitig an.

(2) Störungen und Mängel wird der Kunde EscapeFlow unverzüglich unter Angabe der für die Fehlersuche nützlichen Informationen melden. Support leistet EscapeFlow per E-Mail an info@escapeflow.de zu üblichen Geschäftszeiten; ein Anspruch auf bestimmte Reaktionszeiten besteht nur, soweit dies gesondert vereinbart ist.

§ 9 Datenschutz, Auftragsverarbeitung

(1) Soweit EscapeFlow bei der Erbringung des Dienstes personenbezogene Daten verarbeitet, deren Verantwortlicher der Kunde ist (insbesondere Daten der Endkunden des Kunden), erfolgt diese Verarbeitung als Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Hierfür gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag von EscapeFlow (escapeflow.de/avv), der Bestandteil dieses Vertrags ist.

(2) Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit der Erhebung und Verarbeitung der Daten seiner Endkunden verantwortlich, insbesondere für die Erfüllung von Informationspflichten und — soweit erforderlich — die Einholung von Einwilligungen.

(3) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten der Kunden selbst und der Besucher der Website enthält die Datenschutzerklärung von EscapeFlow.

(4) Mitarbeiter von EscapeFlow greifen auf das Konto des Kunden nur zu, soweit dies zur Fehleranalyse, zur Erbringung von Support auf Anfrage des Kunden oder zur Abwendung von Gefahren für den Betrieb des Dienstes erforderlich ist.

§ 10 Datensicherung, Datenexport

(1) EscapeFlow führt regelmäßige Sicherungen der im Dienst gespeicherten Daten durch, die der Wiederherstellung des Systembetriebs dienen. Dem Kunden wird empfohlen, für ihn wesentliche Daten zusätzlich regelmäßig über die im Dienst vorhandenen Funktionen zu exportieren.

(2) Bei Beendigung des Vertrags stellt EscapeFlow dem Kunden auf dessen Anfrage, die spätestens bei Vertragsende zu stellen ist, innerhalb von 30 Tagen einen Export seiner im Dienst gespeicherten Daten in einem gängigen elektronischen Format zur Verfügung. Die Regelungen des Auftragsverarbeitungsvertrags zur Rückgabe und Löschung personenbezogener Daten bleiben unberührt.

(3) Nach Löschung eines Kontos werden dessen Daten für 7 Tage in Sicherungen vorgehalten, ohne weiter verarbeitet zu werden; in diesem Zeitraum kann EscapeFlow ein versehentlich gelöschtes Konto auf Anfrage des Kontoinhabers wiederherstellen. Danach werden das Konto und seine Inhalte endgültig gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 11 Laufzeit, Kündigung, Kontolöschung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Kunde kann Monatstarife jederzeit mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen; den Tarif ohne Grundgebühr sowie den Vertrag insgesamt kann der Kunde jederzeit beenden. Die Kündigung erfolgt über die Kontoverwaltung im Dienst oder in Textform (z. B. per E-Mail an info@escapeflow.de).

(2) EscapeFlow kann den Vertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Abrechnungszeitraums ordentlich kündigen.

(3) Bei einer Kündigung durch den Kunden während eines laufenden Abrechnungszeitraums werden bereits gezahlte Grundgebühren nicht anteilig erstattet; bis zum Vertragsende angefallene verbrauchsabhängige Entgelte bleiben zu zahlen.

(4) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für EscapeFlow insbesondere vor, wenn der Kunde schwerwiegend oder trotz Abmahnung wiederholt gegen § 7 verstößt oder mit der Zahlung von Entgelten für zwei aufeinanderfolgende Abrechnungszeiträume in Verzug ist.

(5) Konten ohne kostenpflichtigen Tarif, in denen über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten weder eine Anmeldung noch eine Buchung erfolgt ist, kann EscapeFlow löschen. EscapeFlow wird den Kunden hierauf mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an die hinterlegte Adresse hinweisen; meldet sich der Kunde innerhalb dieser Frist an, unterbleibt die Löschung.

(6) Mit der endgültigen Löschung des Kontos erlischt der Zugang zu allen im Dienst gespeicherten Inhalten; § 10 Absätze 2 und 3 gelten für Export und Aufbewahrung.

§ 12 Änderungen dieser AGB und der Preise

(1) EscapeFlow kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen beider Parteien zumutbar ist, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage oder Rechtsprechung, bei Weiterentwicklungen des Dienstes oder zur Schließung von Regelungslücken. Geänderte AGB werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform (z. B. per E-Mail) mitgeteilt.

(2) Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung in Textform, gilt die Änderung als genehmigt; hierauf und auf die Folgen eines unterlassenen Widerspruchs wird EscapeFlow in der Mitteilung gesondert hinweisen. Widerspricht der Kunde fristgerecht, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; EscapeFlow ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Abrechnungszeitraums zu kündigen.

(3) Preisänderungen gelten nur für zukünftige Abrechnungszeiträume und werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform angekündigt. Im Fall einer Preiserhöhung kann der Kunde den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Erhöhung mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt kündigen; hierauf wird EscapeFlow in der Ankündigung hinweisen.

§ 13 Gewährleistung

(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregeln des Mietrechts mit folgender Maßgabe: Die verschuldensunabhängige Haftung von EscapeFlow für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Absatz 1, 1. Alternative BGB) ist ausgeschlossen.

(2) Der Kunde wird Mängel des Dienstes unverzüglich nach Entdeckung in nachvollziehbarer Form melden und EscapeFlow im zumutbaren Umfang bei der Fehleranalyse unterstützen.

§ 14 Haftung

(1) EscapeFlow haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie im Umfang einer von EscapeFlow übernommenen Garantie.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet EscapeFlow nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, d. h. solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Für den Verlust von Daten haftet EscapeFlow im Rahmen der Absätze 1 und 2 nur in der Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung der Daten erforderlich gewesen wäre, soweit die Datensicherung nicht nach diesem Vertrag EscapeFlow obliegt.

(4) Im Übrigen ist die Haftung von EscapeFlow ausgeschlossen. Die vorstehenden Haftungsregelungen gelten auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen von EscapeFlow.

§ 15 Freistellung

Der Kunde stellt EscapeFlow von allen Ansprüchen Dritter — einschließlich der Ansprüche seiner Endkunden und der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung — frei, die auf einer rechtswidrigen oder vertragswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden, auf den vom Kunden eingestellten Inhalten oder auf der Verletzung der Pflichten des Kunden aus § 6 beruhen, es sei denn, der Kunde hat die Pflichtverletzung nicht zu vertreten. Der Kunde wird EscapeFlow über eine Inanspruchnahme unverzüglich informieren und bei der Abwehr im zumutbaren Umfang unterstützen.

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag München. EscapeFlow ist daneben berechtigt, den Kunden an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Die Abtretung von Ansprüchen aus diesem Vertrag durch den Kunden bedarf der vorherigen Zustimmung von EscapeFlow in Textform; § 354a HGB bleibt unberührt. EscapeFlow darf den Vertrag im Ganzen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge oder Umstrukturierung auf einen Rechtsnachfolger übertragen; der Kunde wird hierüber informiert und kann den Vertrag in diesem Fall außerordentlich kündigen.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.